„Erst wenn die Opfer vergessen sind, haben die Täter gewonnen“. Um dies zu verhindern, soll bei dieser Veranstaltung der unzähligen Opfer der Nazi-Diktatur gedacht werden – besonders auch hier in unserer Region. Unsere Initiative will keinen Schlusspunkt setzen, keinen Schlussstrich ziehen! Lebendiges Erinnern bestärkt und ermutigt, sich aktiv für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen, damit solche Verbrechen Nie wieder geschehen. In der nahen Stadt Nassau/Lahn z.B. hat der Künstler Gunter Demnig am 14. Dezember 2010 insgesamt 19 Stoppersteine an elf Standorten verlegt. Sie erinnern an jüdische Bürger der Stadt, die unter der NS-Herrschaft deportiert wurden und den Tod fanden bzw. ermordet wurden.
Zu einem Kurzvortrag von Stefan Diefenbach gibt es Musik von Liedermacher Manfred Pohlmann.
Anschließend erwarten Sie Gespräche bei Kaffee und Kuchen und eine kleine Buchausstellung zum Thema.
Um 19.00 Uhr erzählen wir Ihnen „Geschichten von Rabbi Jacob“. „Visionen aus dem alten Prager Schtetl“ ist der Untertitel des Abends, passend zum Thema „Gedenken und Erinnern“.
Die jüdische Gemeinde in Prag bestand seit dem 10. Jahrhundert und machte die Stadt zu einem Zentrum jüdischer Kultur und Gelehrsamkeit.Der Mittelpunkt jüdischen Lebens war die Josefsstadt, wo in direkter Nachbarschaft des Alten jüdischen Friedhofs auch die 1535 erbaute Pinkassynagoge stand.
Mike Maisack und ich - samt Liedermacher Manfred Pohlmann (mit faszinierenden jiddischen Liedern!) - nehmen Sie mit auf eine Zeitreise 500 Jahre zurück in die längst versunkene Welt des jüdischen Lebens und erzählen märchenhafte Begebenheiten aus dem Leben des berühmten Rabbi Jacob Löw, der damals mit Hilfe von Propheten und Geistern den Menschen des Schtetl bei allerlei Problemen half.
Der Eintritt ist frei – um Spende wird gebeten
Reservierungen gerne unter 02604/943277, 0170-2751868